Freitag, 27. Januar 2012

Die eigene Führungskraft als „Online-Freund“?

Eine Freundschaftsanfrage der eigenen Chefin oder des eigenen Chefs in einem sozialen Netzwerk würde mehrheitlich auf Ablehnung stoßen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.
56% der deutschsprachigen Internet-Nutzer würden die Anfrage ablehnen. Nur 19% würden die Anfrage sicher, weitere 19% lediglich wahrscheinlich annehmen. Und Frauen verhalten sich bei der Ablehnung tendenziell rigoroser als Männer, ebenso jüngere und ältere Altersklassen.

Was sagt uns das? Ich würde nicht unterstellen, dass die Führungskraft auch im realen Arbeitsumfeld „abgelehnt“ werden würde, sofern es die Möglichkeit dafür gäbe (z.B. im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung oder eines 360 Grad-Feedbacks). Oft ist die Thematik Internet-Nutzung im beruflichen Kontext bereits an sich problematisch. Grund dafür ist die meist arbeitsrechtliche Betrachtung dieser Thematik bzw. das Fehlen einer Art Leitfaden für den Umgang mit Social Media. Vielmehr glaube ich, dass die an sich gut gemeinte Anfrage eher nötigend oder kontrollierend auf Mitarbeiter wirkt. Meine Empfehlung ist daher, den potenziellen Online-Freund im Vorfeld persönlich auf die Kontaktaufnahme und den Grund dafür anzusprechen. Mögliche Irritationen können dadurch beseitigt werden.

Allgemein gehe ich davon aus, dass die Nutzung von Social Media und dadurch die Anzahl der Online-Kontakte insgesamt zunehmen werden. Wie sehen Ihre Einschätzungen, Erfahrungen bzw. Empfehlungen aus?

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