Mittwoch, 4. Januar 2012

„Kunde 3.0“ und Auswirkungen auf das Personalmanagement

Wir merken es an uns selbst – unser Kaufverhalten verändert sich. Wir klicken uns im Internet durch Preisvergleich-Portale, kaufen vermehrt online, geben dort Bewertungen ab und nutzen zunehmend Social Media-Angebote (Xing, Google+, Twitter, etc.).
Dieser Typ „Kunde 3.0“ nutzt also aktiv (mobile) Technik inklusive Social Media. Unternehmen haben diesen Trend längst aufgegriffen und gestalten gezielt ihre Präsenz im Internet: Sie veranstalten Mitmach-Aktionen (um z.B. Produkte zu designen), betreiben einen Unternehmensblog oder leisten online-gestützt Beratung und Vertrieb (und das oft 24 Stunden über das ganze Jahr).

Welche Auswirkungen hat dies auf andere Unternehmensbereiche, insbesondere auf das Personalmanagement? Dieser wichtige Bereich ist manchmal noch eher konservativ geprägt. Gut wäre, wenn sich die Personaler ihrer Rolle und Gestaltungsmöglichkeiten im Unternehmen bewusst sind und dies proaktiv angehen. Dazu ist natürlich die Unterstützung durch Unternehmensleitung und Führungskräfte erforderlich. Personal kann dann als vertrauensvoller Partner gezielt Veränderungen (neudeutsch „Change Management“) begleiten.

Aber wie sehen Sie die Auswirkungen der oben skizzierten Veränderungen auf die Personaler? Was ist Ihr (neuer) Anspruch insbesondere an die Kollegen der Personal- und Organisationsentwicklung, und was würde auf dem Weg dorthin helfen?

1 Kommentar:

  1. Hallo Herr Dotzauer,

    mir scheint es so, dass es hier durchaus Unterschiede in der Bewertung verschiedener Zentralbereiche sowie Branchen gibt. Währende das klassische Personalwesen sowie vor allem das produzierende Gewerbe hier eher verstaubt-konservativ daher kommen, gibt es durchaus Bereiche in denen bereits das Umdenken begonnen hat.

    Jeder der einmal die Jobsuch-Funktion in Xing verwendet hat, wird feststellen, dass es sich hier hauptsächlich um Praktika oder Sales-Tätigkeiten handelt. Offensichtlich herrscht die Meinung vor, das social media hauptsächlich von "jungen Menschen" oder "Verkäufern" verwendet wird. Tatsächlich wird man feststellen, dass die "ich suche - ich biete" - Funktion ständig die hauptsächlich benutzte Komponente der Kontaktaufnahme darstellt. Wie sollen da sich ergänzende und befruchtende Kompetenznetzwerke aufgebaut werden? Es bleibt also noch viel zu tun ....

    Schöne Grüße
    ein Kollege

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