Montag, 23. Januar 2012

Mittelstand: Mitarbeiter binden anstelle finden

Der deutsche Mittelstand setzt auf Mitarbeiterbindung, um dem Mangel an Fach- und Führungskräften und den daraus resultierenden Einbußen (jährlich rund 33 Mrd. Euro) entgegenzuwirken. Laut einer aktuellen Studie von Ernst & Young wird in den Personalabteilungen dem Thema Mitarbeiterbindung eine eindeutig höhere Priorität eingeräumt als dem Thema Recruiting.

Wie versuchen demnach Mittelständler, die Fluktuation zu vermeiden? Kürzungen im Bereich Talent Management werden vermieden, die Budgets für Bindung, Entwicklung und Recruiting sollen in 29% der Unternehmen sogar erhöht werden. Zudem sind Gehaltserhöhungen geplant. Veränderte Personalmarketing- bzw. Rekrutierungsmaßnahmen oder „neue“ Zielgruppen (Frauen, Migranten, Ältere) stehen dagegen kaum im Fokus. Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Partnern (z.B. Hochschulen) nutzen allenfalls größere Mittelständler.
Künftig sollen zudem flexible Arbeitszeitmodelle, Wertschätzung der Mitarbeiterleistung, Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, Aufbau einer attraktiven Unternehmenskultur und Entwicklungsperspektiven dazu führen, Mitarbeiter zu binden.

Meiner Meinung nach haben Unternehmen und Mitarbeiter keine allzu stark abweichenden Sichtweisen bzw. Erwartungen. Es bedarf jedoch nicht zwingend großer bzw. neuer Projekte. Vielmehr beginnt stärkere Bindung bereits beim Verhalten der jeweiligen Führungskraft: Wertschätzung, regelmäßiges Feedback zu Leistung bzw. Potenzial und die verbindliche Vereinbarung von überschaubaren Entwicklungsziele kann bereits einiges bewirken.
Aber auch Mitarbeiter tragen Mitverantwortung, indem sie beispielsweise ihre Erwartungen angemessen äußern, sich auf realistische Vereinbarungen einlassen und sich entsprechend engagieren.

Wie sehen Sie die Thematik Mitarbeiterbindung, was motiviert Sie, was bietet oder plant Ihr Unternehmen?


Mit folgendem Link gelangen Sie zur Information von Ernst & Young bzw. zum entsprechenden WELT-Artikel.

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