Dienstag, 29. Januar 2013

Zukunft und Sinn der Arbeit – Video

Wie sieht die zukünftige Arbeitswelt aus? Wie kann man mehr Sinn in der Arbeit finden und die steigenden Anforderungen erfolgreich bewältigen? Werfen Sie einen „Blick in die Zukunft“.

Vielfältige Einflüsse

Die sog. Megatrends sind bekannt: Globalisierung, Ressourcen-Verknappung, demografischer Wandel, Digitalisierung bzw. Virtualisierung der Arbeit, Wertewandel, etc.
Für Unternehmen leiten sich daraus Themen ab wie Berücksichtigung „neuer“ Zielgruppen (z.B. „Generation Y“, „Best Ager“), eine neue Form des „Umweltbewusstseins“ (vgl. Corporate Social Responsibility-Aktivitäten), Reaktion auf zunehmende mediale Präsenz bzw. Nutzung, etc.
Für den Einzelnen bedeutet das, sich auf ändernde bzw. steigende Anforderungen einzustellen. Darauf kann u.a. der gezielte Einsatz ausgewählter PE-Instrumente vorbereiten. Früher sprach man in diesem Zusammenhang von der Bereitschaft zum „lebenslangen Lernen“. Heute wird die Mitverantwortung zur Aufrechterhaltung der eigenen „Employability“ betont.

Die Arbeitswelt der Zukunft – Videoanimation

Wie geht die Entwicklung weiter, wie sieht nach Meinung von Experten die „neue Arbeitswelt“ aus? Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat sich das renommierte Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation Gedanken darüber gemacht, wie wir in Zukunft arbeiten und leben. Das komprimierte Ergebnis: Eine circa 6-minütige Videoanimation „Arbeitswelten 4.0“ über die Arbeits- und Lebenswelt von Büro- und Wissensarbeitern im Jahr 2025.



Chancen und Herausforderungen

Meiner Meinung nach wird gerade der technische Fortschritt das Leben und Arbeiten weiter verändern. Dies birgt neben Chancen (z.B. Flexibilität hinsichtlich Arbeitsort und -zeit) auch Herausforderungen: Mithalten mit den Anforderungen der technischen Neuerungen, Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit, etc.
Das Thema Work-Life-Balance bleibt somit weiterhin bedeutend. Dabei erscheint sinnvoll, keine strikte Zweiteilung von Arbeit (Belastung) und Privatleben (Erholung) vorzunehmen: Auch im Privatleben können Probleme auftreten. Und die Art unserer Freizeitgestaltung dient auch nicht immer der Erholung. Da die Grenzen von Arbeit und Privatleben verschwimmen, sollten vielmehr belastende und erholsame Aktivitäten in beiden Lebensbereichen (Arbeit, Privatleben) ausbalanciert werden. Denn ein länger andauernder Stresszustand kann die Gesundheit gefährden.
Die Verantwortung für diese vorbeugende Form der Work-Life-Balance liegt somit nicht einseitig beim Unternehmen (etwa im Sinne eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements). Auch der Einzelne sollte sich um (bessere) Balance kümmern und insgesamt nach mehr Lebensqualität suchen.

Sinn und Balance

Ein „sinnvolles“ Leben begünstigt das Ausbalancieren und vermeidet dadurch Überforderungstendenzen. Im Coaching thematisiere ich daher u.a. folgende Punkte (Sicht des Einzelnen):
  • Vereinbarkeit der beruflichen Aktivitäten mit den eigenen Werten (diese geben Sinn und Orientierung)
  • Existenz von bzw. Ausrichtung an (langfristigen) Zielen (Ziellosigkeit führt zur Unterforderung und Demotivation)
  • Grad der Überzeugung, grundsätzlich Kontrolle über sich zu haben bzw. gesteckte Ziele erreichen zu können (Vermeidung von Überforderung)
  • Selbstvertrauen: sich selbst als wertvoll und wichtig erleben (generelles Grundbedürfnis). 
Daneben gibt es natürlich weitere bzw. konkretere Maßnahmen mit unterschiedlichem inhaltlichen und zeitlichen Fokus – bis hin zum Downshifting (berufliches Kürzertreten) oder zur beruflichen Neuorientierung.
Förderlich ist natürlich auch ein entsprechend gestaltetes Arbeitsumfeld (Unternehmens- bzw. Führungsperspektive), das
  • die Erfahrungen bzw. Fähigkeiten berücksichtigt
  • fachliche und persönliche Entwicklung ermöglicht
  • ganzheitliche Aufgabenstellungen bereit hält
  • den Beitrag zum Ganzen erkennen lässt
  • Handlungsspielräume einräumt und
  • regelmäßig Feedback bietet. 

Erweiterter Fokus bzw. Fazit

Viele Menschen definieren sich sehr stark über ihren Beruf bzw. ihre Arbeit. Umso intensiver werden sie von einschneidenden beruflichen Veränderungen getroffen. Die oben skizzierte förderliche Suche nach Sinnstiftung (Kontext Arbeit) sollte daher noch durch Berücksichtigung und Ausgleich der folgenden, ebenfalls bedeutenden Lebensbereiche ergänzt werden:
  • Werte bzw. Normen (was ist mir generell wichtig?)
  • soziale Beziehungen (Partner/in, Familie, Freunde, etc.)
  • Körper/Seele/Geist (z.B. Hobbys, Bildung, Musik, Sport) 
  • Materielles (z.B. finanzielle Sicherheit bzw. Vorsorge). 
Bei der Reflexion der eigenen Situation bzw. bei der Ableitung und Planung der nächsten (beruflichen) Schritte kann ein erfahrener Coach wertvolle Unterstützung bieten.


Ausgewählte Literatur bzw. Links
Wikipedia-Artikel „Corporate Social Responsibility“

Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO: Homepage, Blog-Beitrag „Arbeitswelten 4.0“, Video-Animation „Arbeitswelten 4.0“ auf Youtube

Wikipedia-Artikel „Betriebliches Gesundheitsmanagement“

Kastner, M. (2011)(Hrsg.): Die Zukunft der Work Life Balance. Wie lassen sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren?, 4. Aufl., Asanger Verlag

Linneweh, K., Heufelder, A., Flasnoecker, M. (2010): Balance statt Burn-out. Der erfolgreiche Umgang mit Stress und Belastungssituationen, 2. Aufl., Zuckschwerdt Verlag

Homepage Andreas Dotzauer Beratung | Training | Coaching

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