Montag, 27. Mai 2013

Betriebliches Gesundheitsmanagement fördert die Mitarbeiterbindung – FOM Studie

Eine aktuelle Studie der FOM Hochschule belegt, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) Mitarbeiter emotional an das Unternehmen bindet.

Der Nutzen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist bekannt. Dennoch gibt es Defizite in der Umsetzung: Nur rund ein Drittel der (mittelständischen) Unternehmen hat ein Betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert. Vielleicht unterstützen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des KCS KompetenzCentrums für Statistik und Empirie an der FOM Hochschule weitere Bemühungen.

Ausgewählte zentrale Ergebnisse der bundesweiten Befragung von über 300 berufstätigen FOM-Studierenden:
  • Mit der Betriebsgröße bzw. Anzahl der Beschäftigten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein BGM vorhanden ist.
  • Ein deutlicher Teil der Befragten wusste nichts über BGM-Angebote bzw. über mögliche Einführungspläne. Dabei wird die Einführung von BGM überwiegend als wichtig erachtet. 
  • Häufig werden folgende gesundheitsfördernde Maßnahmen angeboten (Reihenfolge mit abnehmender Inanspruchnahme): Muskeltraining, Stressprophylaxe, Gewichtsreduktion, Ernährungsberatung sowie Rauchentwöhnung und Suchtprävention. Die beiden Letzteren werden jedoch praktisch nicht genutzt. 
  • Mehr als 50% der Befragten aus Unternehmen mit BGM meinen, dass die Maßnahmen die Gesundheit verbessern und vor Erkrankungen schützen. 
  • Mitarbeiter aus Unternehmen mit BGM sind emotional deutlich stärker an ihr Unternehmen gebunden als diejenigen, die kein BGM im Unternehmen haben. 

Die Befragten waren überwiegend zwischen 19 und 37 Jahre alt, also Vertreter der „Generation Y“ oder sog. „Millennials“. Selbst wenn sie – auch das war ein Ergebnis der Untersuchung – die Angebote (noch) wenig nutzen, erkennen sie bereits die Bedeutung von BGM.

Aus Personalmarketing-Sicht könnten sich gerade auch kleinere Unternehmen durch Gesundheitsförderung im viel beschworenen „War for Talents“ von der Konkurrenz abheben bzw. ihre Mitarbeiter gezielt binden. Doch das oft übliche Angebot von Einzelaktivitäten ist nicht ausreichend.

Ideal wäre ein umfassendes BGM-Konzept, das sowohl an den Arbeitsbedingungen als auch am Verhalten ansetzt mit dem Ziel, dass alle Mitarbeitenden langfristig gesund und leistungsfähig bleiben. Zentrale Erfolgskriterien sind: BGM wird von der Geschäftsleitung unterstützt, von Führungskräften und Mitarbeitern genutzt bzw. gelebt, regelmäßig evaluiert und gemeinsam weiterentwickelt. Dann sollte es auch mit so wichtigen Themen wie Work-Life-Balance, Wertschätzung, gesunde(r) Führung(sstil), Zusammenhalt und Identifikation mit dem Unternehmen noch besser funktionieren. Viel Erfolg!

Links (Abruf 27.05.2013):
FOM-Mitteilung FOM-Studie belegt: Betriebliches Gesundheitsmanagement fördert Mitarbeiterbindung (ohne Datum)

Download Ergebnisse Betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland 2013 – Stand der Dinge, KCS KompetenzCentrum für Statistik und Empirie, FOM Hochschule für Oekonomie & Management (PDF, 1,2 MB)

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