Mittwoch, 23. Oktober 2013

HR-Trendstudie 2013: Qualität von Führung und Management verbessern | Kienbaum Studie

Die Managementberatung Kienbaum hat im Rahmen ihrer aktuellen HR-Trendstudie 2013 über 100 Personalverantwortliche führender Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum befragt. Zentrales Ergebnis der Studie: Deutschlands Personalverantwortliche arbeiten vordringlich daran, die Qualität von Führung und Management zu verbessern.

Zentrale Handlungsfelder

Die HR-Handlungsfelder mit der derzeit höchsten Priorität sind:
  • Steigerung der Führungs- und Managementqualitäten
  • Change Management
  • Talent Management.
Eher im Mittelfeld rangieren wichtige strategische Themen wie z.B. Arbeitgeberattraktivität. Überraschendes Schlusslicht bildet – wie im Vorjahr – das Thema Work-Life-Balance.
Eine aktuelle Herausforderung stellen auch die Auswirkungen des Fachkräftemangels dar, die durch eine steigende Fluktuationsrate verstärkt werden.

Weiteres Optimierungspotenzial besteht hinsichtlich des „Reifegrads“ des HR-Bereiches (strategische Positionierung, Kundenorientierung, Professionalität (im Sinne Kompetenz bzw. Qualifizierung), Kernprozesse (im Sinne definierter Rollen, Verantwortlichkeiten bzw. Messgrößen) sowie Instrumenten-/IT-Einsatz). Gerade personalstrategische Themen sind ausbaufähig: Beispielsweise besteht in rund einem Drittel der befragten Unternehmen aktuell keine Personalstrategie.

Steigerung des Wertbeitrags des Personalbereiches

Aus der Erhebung wird abgeleitet, mit welchen Stellhebeln sich der Wertbeitrag des HR-Bereiches optimieren lässt. Dazu zählen insbesondere:
  • Einbindung von HR in die Strategieentwicklung
  • explizite Lösungsorientierung
  • effektives Talent Management
  • Standardisierung von Prozessen
  • bereichsübergreifende Zusammenarbeit.

Einschätzung bzw. Nutzen, Buchempfehlung

Die Studie zeigt, dass der Bereich Personal insbesondere auf der strategischen Ebene noch einige Anstrengungen vor sich hat, um tatsächlich als „Partner auf Augenhöhe“ anerkannt zu werden.
Die Studie kann daher für Veranstaltungen wie Klausurtagungen bzw. Abteilungsworkshops wertvolle Impulse liefern, die eigene Personalarbeit zu reflektieren und gezielt gemeinsam weiter zu verbessern.
Meines Erachtens sind dabei zwei Aspekte besonders wichtig: Die Erkenntnis und Akzeptanz, dass Selbstbild und Fremdwahrnehmung (z.B. von Geschäftsführung bzw. Kollegen des Führungskreises, aber auch von Seiten der Mitarbeitenden) meist deutlich voneinander abweichen. Weiter ist wichtig, sich trotz meist auslastendem operativen Tagesgeschäft (Bsp. Recruiting, Personalverwaltung) stärker strategisch auszurichten (Bsp. Aktivitäten hinsichtlich Personalmarketing und Personalentwicklung).
Auf einen Nenner gebracht: Insgesamt könnte sich Personal stärker dadurch positionieren, dem Unternehmen das zu bieten, was es braucht (und weniger, was es bislang gewohnt war bzw. meint zu wollen).
Falls Sie sich intensiver mit der Thematik „Bedeutung bzw. Positionierung der Personalabteilung“ beschäftigen möchten, empfehle ich das konstruktiv-kritische Buch „Die Akte Personal“ (vgl. u.).


Ausgewählte Links bzw. Literatur:

HR-Trendstudie 2013 – Download Ergebnisbericht als PDF (0,7 MB) in der Rubrik Human Resource Management des Kienbaum Download-Centers 

Spilker, M., Roehl, H., Hollmann, D. (2013): Die Akte Personal – Warum sich die Personalwirtschaft jetzt neu erfinden sollte. Verlag Bertelsmann Stiftung.

Homepage Andreas Dotzauer Beratung | Training | Coaching

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Die Kommentare werden insbesondere zum Schutz vor Spam und verdeckter Werbung vor der Veröffentlichung gesichtet. Vielen Dank für Ihr Verständnis!